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Regensburg, den 6. Mai 2020

Mit Maske: schützen, atmen, sprechen

Wenn Sie mich noch nicht – oder nicht mehr – so gut kennen: Seit 20 Jahren bin ich für führende Persönlichkeiten Trainerin für Stimme, Sprache und Rhetorik. Ich helfe Ihnen, mehr aus Ihrer Stimme zu machen und Ihre Wirkung zu optimieren. Denn Klang und Wirkung beeinflussen Status und Position. Lesen Sie heute meinen speziellen Beitrag unter den gezwungen andersartigen Bedingungen.

Haben Sie sich schon an die Schutzmaske gewöhnt? Inzwischen tragen wir sie im Alltag, und als wäre das nicht schon genug, müssen wir auch damit sprechen. Wenn man sich die Maske anlegt, fällt einem als erstes das Atmen auf. Plötzlich wird etwas bewusst, was die ganze Zeit selbstverständlich war.

Schnell hat man das Gefühl, man braucht Kraft zum Atmen. Es wird warm unter der Maske, je nachdem, was für ein Material es ist. Und je nachdem, wie die Maske sitzt, beschlägt vielleicht die Brille. Hat man das Gegenüber richtig verstanden, und wird man selbst verstanden? Und ob der andere einen anlächelt, sieht man gar nicht mehr.

An die Art und Weise, mit Maske zu sprechen, müssen wir uns erst gewöhnen. Denn auch der Atem wird warm, und man befürchtet schnell, es würde einem zu heiß und vielleicht schwindelig. Beim Einatmen saugt man den Stoff an, und beim Sprechen berühren die Lippen den Stoff.

Es ist daher gut, sich auf das Sprechen mit Maske gleich richtig einzustellen. Wenn Sie dies nicht tun, werden Sie schneller missverstanden und vermeiden unbewusst eine gelungene Kommunikation.

Mit diesen fünf Tipps atmen Sie sicher und werden super verstanden.

  1. Nehmen Sie gleich nach dem Platzieren der Maske drei tiefe Atemzüge. Tief heißt, in den Bauch atmen. So trainieren Sie gleich Ihre Atemmuskulatur mit. Lassen Sie sich Zeit dafür und haben Sie Vertrauen: Sie bekommen genug Luft, auch mit der Maske.
  2. Lenken Sie beim Ausatmen die Luft nach unten, indem Sie die Unterlippe etwas nach innen ziehen. Dies verhindert, dass sich die Maske und die Luft vor dem Mund zu warm anfühlt oder die Brille beschlägt. Der Atem kann nach unten ausströmen.
  3. Artikulieren Sie deutlicher als sonst. Das bedeutet, viel mehr den Mund und die Lippen zu bewegen als Sie es üblicherweise tun. Wenn Sie das Gefühl haben, es wäre zu viel, ist es genau richtig: Nur so werden Sie gut verstanden. Und falls Sie wirklich Sorge haben, es könnte zu übertrieben aussehen: Es sieht ja gerade niemand.
  4. Wenn Sie länger sprechen, nehmen Sie das Tempo etwas heraus. Machen Sie mehr und etwas längere Pausen als normal, denn die brauchen Sie für Ihre Atmung. Ihr Gegenüber bleibt aufmerksam, weil es Ihnen ja folgen will.
  5. Unterstützen Sie Ihre Sprache durch eine starke Mimik. Augen auf und Augenbrauen heben und Blick zum Gegenüber! Dadurch zeigen Sie Interesse. Koordinieren Sie Ihren Blick und Ihre Mimik und verstärken Sie so das, was Sie sagen. Ihre Sprache kommt besser an und wird besser verstanden.

Die Schutzmasken sind wie Schalldämpfer für die Sprache.

Wenn Sie bisher immer der Meinung waren, deutlich zu sprechen wäre zu viel des Guten, freuen Sie sich jetzt auf die Gelegenheit, das spielend umzusetzen. Hier noch ein paar weitere Tipps, um dies nachhaltig zu üben:

  • Machen Sie zwischendurch die sogenannte Atemwurf-Übung (nach Coblenzer/Muhar): Stellen Sie sich vor, sich einen Wattebausch von der Handfläche zu pusten: PHH. Oder zwei, drei Fussel vom Ärmel: FF – FF. Dabei merken Sie, wie der Bauch sich abrupt nach innen und wieder zurück bewegt. Eine super Übung, um das Zwerchfell zu trainieren und damit die Atmung zu kräftigen.
  • Lockern Sie Lippen und Unterkiefer. Sagen Sie genüsslich OOOH! und AAAH!, wodurch der Mund in größere Beweglichkeit kommt. Sprechen Sie Wortfolgen wie: legen – lägen – lagen, segen – sägen – sagen.
  • Achten Sie auf lockeres und entspanntes Sprechen, um die Sprechmuskulatur locker zu halten. Gönnen Sie sich ruhig einmal eine Pause und trinken Sie einen Schluck Wasser. Auch ein Pfefferminzbonbon zu lutschen garantiert frischen Atem und erhält das Frischegefühl, wenn Sie eine längere Phase sprechen.

Auf gutes Durchatmen und gute Verständigung,
Ihre
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Dr. Lioba Faust

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